Filmtechniken im Überblick

Mit unseren Profi-Tipps für Hobbyfilmer möbeln Sie Ihre Homevideos auf Hollywood-Niveau auf und bescheren Ihren Gästen einen unterhaltsamen Abend.

Üblicherweise enthalten alle Profi-Filme einen Höhepunkt, Konflikt oder Reibungspunkt. Nach einem packenden Einstieg (der Aufreißer) erhält der Zuschauer erst alle Informationen über das Thema. Dann folgen Pro- und Contra-Stimmen (meist Interviews) über die Sachlage. Am Schluss zieht der Filmautor ein persönliches Resümee und endet mit einem ungewöhnlichen Bild oder mit einem Kommentar.

Die richtige Einstellung wählen

Ein Filmbericht unterliegt ähnlichen Regeln wie eine geschriebene Erzählung - Sie benutzen dabei statt Wörtern Einstellungen. Eine Einstellung ist der aufgenommene Zeitabschnitt zwischen dem Einschalten und Ausschalten der Kamera. Profis unterscheiden die Einstellungsgrößen nach gezeigtem Bildausschnitt und führen damit den Blick des Zuschauers. Die wichtigsten (Grund-)Einstellungen sind:

Totale:

Sie zeigt die Gesamtsituation, beispielsweise das Haus mit Himmel und Wiese. Personen spielen eine untergeordnete Rolle. Die Totale bietet sich dafür an, Zuschauer mit der Szene vertraut zu machen und wird gerne als Einstieg verwendet.

Halbtotale:

Sie zeigt eine Personengruppe, die ganze Person oder das ganze Objekt - zum Teil noch umgeben mit etwas Hintergrund. Die Personen stehen hier deutlich mehr als bei der Totalen im Mittelpunkt. Mit der Halbtotalen lassen sich bereits Handlungen darstellen.

Amerikanische:

Diese Einstellungsgröße kommt aus den Western, wo die untere Bildgrenze der Colt ist - egal ob der Cowboy dabei auf dem Boden steht oder auf dem Pferd sitzt. Dieser Bildausschnitt eignet sich sehr gut für die Darstellung von Handlungsvorgängen.

Halbnah:

Hier sehen wir die Person vom Kopf bis etwa zum Bauchnabel. Das Gesicht ist in dieser Einstellung gut erkennbar. Die Halbnahe kann bereits Gefühlsregungen, verbunden mit Aktionen, darstellen.

Nahaufnahme:

Die Nah-Einstellung zeigt das Gesicht mit Schulteransatz. Emotionen der Akteure lassen sich hier sehr gut vermitteln. Viele Regisseure/Cutter verwenden Nahaufnahmen für Dialoge mit der Schuss-Gegenschuss-Technik: Sie zeigen etwa Person A mit Blickrichtung von links nach rechts, unmittelbar darauf die Reaktion von Person B mit umgekehrter Blickrichtung usw.

Großaufnahme:

Die Großaufnahme zeigt lediglich das Gesicht, ohne vollständige Stirn. Damit werden kleinste Regungen spürbar gemacht und Emotionen hervorgehoben.

Detailaufnahme:

Das ist eine Ausschnittsaufnahme, z.B. vom Mund. Die Detail-Einstellung hebt unscheinbare Kleinigkeiten stark hervor. Zudem wird sie oft für Übergangsaufnahmen am Anfang und Ende einer Szene eingesetzt. Die Herr-der-Ringe-Trilogie beispielsweise startet mit einer Detailaufnahme.

Kameraperspektive einsetzen

Üblicherweise ist die Kamera immer in Augenhöhe der Darsteller. Wenn Sie jedoch die Kameraposition nach oben oder unten verändern, erzeugen Sie damit weitere Emotionen: Ein Blick von oben auf die Szenerie macht die Darsteller eher klein und untertänig. Blickt die Kamera von unten auf die Schauspieler, wirken sie mächtig und Angst einflößend.

Während das Weitwinkel-Objektiv durch die perspektivischen Verzerrungen viel Raum und Tiefe suggeriert, wirkt die Tele-Brennweite eher verflachend. Großaufnahmen von Gesichtern sollten Sie mit einer kleinen Telebrennweite aufnehmen, sonst werden die Gesichtszüge dämonisch verzerrt.

Siehe auch: Sieben goldene Aufnahmeregeln

Es sei denn, Sie beabsichtigen diesen Effekt! Je nach Art der Beleuchtung wird eine bestimmte Stimmung beim Zuschauer ausgelöst. Der Profi unterscheidet zwischen High-Key und Low-Key-Ausleuchtung. Low-Key ist eine Beleuchtung mit hohem Kontrast. Sie wird für stimmungsvolle Aufnahmen verwendet, die Gegensätze ausdrückt. High-Key ist eine Beleuchtung mit geringem Kontrast. Damit drückt man Freundlichkeit und Offenheit aus.

Filmischer "Satzbau"

Für die Anordnung der Einstellungen orientieren Sie sich an Ihrem Sehverhalten. Meist bietet es sich an, mit einer Totalen zu beginnen, um dem Zuschauer eine räumliche Orientierung zu geben. In der Abfolge der Einstellungen ist es meist angebracht, nicht die nächste, sondern gleich mindestens die übernächste einzusetzen - also beispielsweise nicht von Halbnah auf Nah, sondern auf Detail zu wechseln. Oder von der Amerikanischen nicht in die Halbtotale, sondern gleich in die Totale.

Anschlussfehler vermeiden

Ein Anschlussfehler liegt vor, wenn zwischen zwei hintereinander geschnittenen Einstellungen auffällige Details unterschiedlich sind: zum Beispiel die Requisiten, die Blickrichtungen der Akteure oder deren Bewegungen.

In diesem Fall hat der Zuschauer Schwierigkeiten, beide Einstellungen miteinander zu verknüpfen, und ist irritiert. Hier hilft notfalls ein neutraler Zwischenschnitt.

Kamera-Achse berücksichtigen

Die Kamera-Achse ist eine gedachte Linie zwischen zwei Gesprächspartnern, die sich gegenseitig ansehen: der eine mit Blickrichtung nach links, der andere mit Blickrichtung nach rechts. Behalten Sie diese Blickrichtungen der Gesprächspartner bei - egal ob Sie Totalen oder Großaufnahmen drehen. Die Blickrichtungen werden automatisch stimmen, solange Sie mit der Kamera auf der gleichen Seite der gedachten Linie bleiben.

Überschreiten Sie diese Achse mit der Kamera, wechseln die Blickrichtungen Ihrer Gesprächspartner, und Sie können das Gespräch nicht zusammenschneiden, ohne den Zuschauer zu verwirren.

Filme nachbearbeiten

Fassen Sie sich kurz und achten Sie auf die Gesamtlänge Ihres Videos: Es sollte ohne Konflikt oder Höhepunkt nie über zehn Minuten dauern. Was Sie bereits beim Schnitt langweilt, empfinden die Zuschauer hinterher nicht anders - weg damit.

Schnittprogramme bieten sehr viele digitale Trickeffekte und Schriftanimationen. Profis nutzen die Trickeffekte deutlich seltener als Amateure - Ausnahmen, etwa bei Musiktrailern, bestätigen die Regel. Machen Sie die Probe anhand einer zweiminütigen Szene, einmal nur mit harten Schnitten und einigen weichen Blenden, die Sie wie Auf- und Abblenden verwenden, um eine zeitliche Zäsur zu simulieren - und Sie werden schnell feststellen: Sie können Ihren Filmbericht in der Regel viel besser mit (harten) Schnitten erzählen.

Vorsicht bei Schrift im Bild: Wenn Sie Untertitel verwenden, müssen Sie den Zuschauern genügend Zeit zum Lesen geben - also mindestens etwa 8 Sekunden. Untertitel oder lesbare Schrift können vom restlichen Bildinhalt ablenken.

Musik ist ein wirkungsvolles Mittel, um Stimmungen zu erzeugen. Musik wirkt sofort im Unterbewusstsein. Verwenden Sie bevorzugt instrumentale Musik, denn Gesang und Text lenken von Ihrem Filmwerk ab. Musik macht das subjektive Empfinden von vergangener "Film"-Zeit für den Zuschauer kürzer!

Setzen Sie den Kommentator zur Übermittlung wichtiger Informationen ein, die im Bild nicht zu sehen sind. Vermeiden Sie dabei komplexe Faktenberge, die der Zuschauer ohnehin nicht aufnehmen kann.

In Einstellungen, in denen ohnehin Personen sprechen, lassen Sie den Kommentator weg. Sie irritieren sonst lediglich den Zuschauer.

Stellen Sie immer nur ein Element in den Mittelpunkt - entweder Kommentatorsprecher oder Bild-Aktion oder Interviewgast oder Musik: Der Zuschauer kann sich nicht auf alle Informationsebenen gleichzeitig konzentrieren.

Entscheidend ist, dass der Zuschauer einwandfrei versteht, was Sie ihm zeigen. Wenn Sie unsicher sind, machen Sie lieber vorher einen kleinen Test: Zeigen Sie Ihr Kunstwerk einem unbeteiligten Dritten und hören Sie auf dessen Meinung.

Film-Psychologie

Was ist für Sie als Filmemacher das Wichtigste? Ihr Publikum! Um es zu begeistern, sollten Sie wissen, wie das Publikum Ihren Film wahrnimmt.

Der Mensch ist ein Augentier

Wir Menschen orientieren uns hauptsächlich mit den Augen: Seit Anbeginn der Menschheit ist es überlebensnotwendig, schnell die Dinge zu erfassen, die sich aus der Umgebung irgendwie hervorheben - beispielsweise durch auffällige Form oder Farbkontrast. Die größte Aufmerksamkeit erzielt aber jede Art von Bewegung, denn das konnte entweder Nahrung (Kaninchen) oder Gefahr (Leopard) bedeuten.

In der Psychologie bezeichnet man das als "orientierenden Reflex" - automatisch geht der Blick dort hin, wo sich was bewegt. Der Mensch entscheidet also aufgrund von Bewegungsreiz, Form und Farbkontrast, was sein Interesse weckt und was nicht.

Die akustische Wahrnehmung

Auch das Hörzentrum filtert in der Realität aus der Fülle der wahrgenommenen Impulse die auffälligen Geräusche heraus (mögliche Gefahr oder Nahrung). Wir können uns bewusst auf interessante Geräusche konzentrieren und diese auch aus anderen Nebengeräuschen herausfiltern.

Essentials

Kurz angerissen was bei mir so passiert oder in der Vergangenheit passiert ist, dies sind meine "Essentials", meine "Meilensteine" und "Gradmesser". Mein Leben ist vom Wandel bestimmt, status quo bedeutet für mich Stillstand und Rückschritt.


Autor und Fotograf


Ich konnte bereits als Autor für das renomierte deutsche Verlagshaus GalileoPress tätig werden und habe für die DUMONT-Mediengruppe als Fotograf gearbeitet und Bildmaterial für den Bildatlas Hannover produziert.


GIMP-Handbuch.de


Ich bin der Autor und Admin der wohl bekanntesten deutschen Webseite http://GIMP-Handbuch.de zum kostenlosen DTP-Programm GIMP. Pro Jahr kann ich 1,2-2 Mio Leser auf meinen Seiten verzeichnen.

Fotografie


Als Fotograf konnte ich bereits mit namhaften Unternehmen wie BeUrban, SamNok oder DUMONT zusammenarbeiten. Ich hatte sogar schon Anfragen für CD-Cover einer Plattenfirma.

Influencer


Auch wenn ich selbst kein Influencer bin, so konnte ich mit namhaften Influencern wie Sandra Czok oder Anna Bonin beruflich zusammenarbeiten.


Travel


Wir reisen viel, wir reisen wirklich sehr viel. Daher haben wir schon solche Orte wie den Vesuv, Amalfi, Capri, Positano, Sorrento, Norwegen, Tromso, Bergen, London, Southend on Sea, Leigh on Sea, Rostock, Malchin, Prag, Amsterdam, Harlem, Koppenhagen, Dresden und und und gesehen. Und die Reise geht weiter, viel weiter. Im kommenden Jahr soll es nach Bali gehen. Eine Kamera habe ich auf jeden Fall dabei.




Ausrüstung

Im Laufe meiner Arbeiten hat sich eine Menge Stuff angesammelt, hier ein kleiner Ausflug über meine Ausrüstung


Nikon D7500


Die Nikon D7500 ist meine Haupt-Fotokamera im APSC-Format. Mit dieser Kamera habe ich sehr viele Portraitshootings und Hochzeitsshootings abgearbeitet.

Nikon D7500 DSLR

Lumix G9


Die Lumix G9 ist mein Allrounder in Sachen Travel, Fashion und Film-Making. Die hochwertige MFT Kamera kann alles und beherrscht wirklich jedes Genre.

Panasonic Lumix G9 DSLM MFT

Sony A6300


Die Sony A6300 ist recht jung in meinem Furpark. Die APSC-Kamera betreibe ich vorwiegend mit dem 50mm F1.8 zum filmen, da diese Kombination Bildstabilisiert ist.

Sony A6300 DSLM


Sony RX0 II


Nachdem ich die Sony RX0 bereits habe, musste es auch die mkII sein - logo. Die RX0 nutze ich ausschließlich zum mobilen filmen, also zum vloggen - mehr nicht, auch wenn die Fotoqualität excellent ist.

Sony RX0 Actioncam

Sony RX0


Das Erscheinen der Sony RX0 hat eingeschlagen wie eine Bombe und die Fangemeinde war gespalten. Ich sehe die RX0 allerdings nicht als Actioncam, es ist eine Ultra-Kompaktkamera

Sony RX0 Actioncam

Fuji XF10


Die Fuji XF10 ist eine überaus erstaunliche APSC-Kamera. Die kleine kompakte Travelkamera mit fester 18mm Brennweite leistet mit F 2.8 überragende Bildqualität, gestochen scharf und tolle Farben.

Fuji XF10 APSC DSLM


Canon EOS M50


Auch wenn für Canon die M50 ein technologischer Sprung ist, so ist die gehypte M-Reihe immer noch nicht dort angekommen wo andere Hersteller schon seit viele Jahren sind. Ich nutze sie zum FullHD vloggen, das kann sie ganz "Okay".

Canon M50 DSLM

Lumix G70


Die Lumix G70 hat die 4k Technik in den Consumer Markt gebracht. Die damals neue 4k-Technik wie Postfokus haben mich einfach total begeistert.

Panasonic Lumix G70 MFT DSLM 4k Postfokus

Fuji X-M1


Die Produktlinie der X-Series wurde leider kurz nach deren Erscheinen eingestellt - schaden, denn die Bildqualität war überragend (dafür ist Fuji weltbekannt).

Fuji XM1 DSLM APSC


Canon EOS 200D


Mit der Canon 200D hat Canon vor einigen Jahren die wohl kleinste DSLR gebaut die man am Markt kaufen kann. Die 200D ist eine ganz hervorragende Einsteiger Kamera die wirklich Spass am fotografieren und filmen weckt.

Canon 200D DSLR