GODOX LEDP260c Test

Mich hat das GODOX LEDP260c schon lange interessiert, denn es verwendet einen ähnlichen, blendfreien Aufbau wie das LUXPad von Nanguang, jedoch zu einem viel günstigeren Preis. Zudem steht es auch in direkter Konkurenz zum YONGNUO 600 AIR, bietet jedoch eine Fernbedienung und einen neigbaren Spigot-Anschluss. Das GODOX LEDP260c ist also eine Zusammenfassung von Vorteilen aller am Markt verfügbaren LED-Panels dieser Bauart.

GODOX LEDP260c vs YN600 AIR

Das LEDP260c spielt bezüglich der Bauform im gleichen Segment wie das YN600 AIR von Yongnuo. Das YN600 AIR habe ich bereits als Tageslicht- und als Bi-Color Variante im Einsatz. Es ist auch nicht weiter tragisch, das das YN600 AIR 10W (40W) mehr Leistung als das GODOX (30W) bietet, viel störender ampfand ich immer, das ich das YN600 AIR nicht neigen konnte. Dies macht das LEDP206c von GODOX deutlich besser, denn es ist ein neigbarer Spigot-Anschluss vorhanden.

Weiterhin stört mich am YN600 AIR von YONGNUO, das ich die einzelnen LED-Perlen mit dem bloßen Auge erkennen kann – dies finde ich etwas unprofessionell. Letztendlich wirkt sich dies jedoch nicht auf das Bild oder Video aus – ist lediglich eine persönliche Macke von mir.

Das GODOX LEDP260c hat eine blendfreie Wabenoberfläche auf der die einzelnen LED nicht mehr auszumachen sind – das finde ich super.

GODOX LEDP260c vs LUXPad

Das LUXPad und das GODOX LEDP haben einen gleichen optischen Aufbau, verwenden also eine blendfreie Wabenstruktur vor den LEDs. Dieser Kniff nimmt zwar etwas Lichtstärke, jedoch ist das Arbeiten damit im direkten Blickfeld deutlich angenehmer, da die Leuchtfläche homogener strahlt.

Zusätzlich bringt das GODOX noch eine Fernsteuerung mit die wirklich sehr hochwertig ist. Über diese Fernsteuerung kann man die verschiedenen Panels in Gruppen aufteilen und steuern.

Was mir sehr gefällt

Das homogene Licht ist einfach klasse. Da ich dieses LED-Panel vor der Kamera nutze fühlen sich meine Augen entspannter an als beim YN600 AIR. Zusätzlich kann ich es in jedwede Position neigen die ich brauche, meist leicht schräg von oben vor mir, neben der Kamera (KeyLight).

Auf der Rückseite sind noch vier Spigot-Gewinde in je einer Ecke eingelassen, dies gibt mir die Möglichkeit mit Hilfe von MagicArms zusätzliche Lichtformer, Gobos oder Waben irgendwie anzubringen oder das GODOX LEDP260c miteinander zu kaskadieren.

Die Fernsteuerung ist klasse, zwar habe ich erst eine dieser LED-Panels von GODOX aber im Verbund mit mehreren solcher Panels macht diese Fernsteuerung mehr Sinn.

Das rückseitige Display mit Prozentangabe und Kelvin-Wert ist ebenfalls sehr gut. Besonders hervorheben möchte ich sogar, das man einen Standardwert einstellen kann, den das LED-Panel beim einschalten einstellt.

Die Größe der Abstrahlfäche ist ebenfalls positiv, da sie ausreichend groß ist und im Nahbereich nur wenig harte Schatten im Gesicht erzeugt. Teurere LED-Panels mit BarnDoors bieten hier kleinere, ungünstigere Abstrahlflächen.

Was nicht gefällt

Die Verarbeitung des Panels selber ist gut, da gibt es nichts zu meckern. Jedoch ist die anklickbare Spigothalterung sehr weich und elastisch, hier hätte ich mir eine etwas steifere Verbindung zwischen Stativ und LED-Panel gewünscht.

Versteht mich nicht falsch, die Halterung und das neigbare Gelenk sind absolut zuverlässig, da bricht auch nichts ab aber subjektiv hätte ich mir mehr Materialeinsatz gewünscht damit diese mehr Vertrauen erweckt.

Leider lässt sich die minimale Lichtmenge nicht unter 25% stellen, warum???? Dies kann kritisch werden, wenn man sehr offenblendig arbeitet und nur noch kleine Lichtpunkte setzen möchte.

Kelvin vs. Filterscheibe?

Für mich immer ein Punkt über den ich nachdenken muss. Wem nützt die Anzeige bzw. Eingabe der Kelvin oder anders gefragt, wer ist in der Lage die Lichtemperatur “on Location” mit dem bloßen Auge so gut “messen” zu können das er diese auch im LED-Panel als Kelvin-Wert sinnvoll einstellen kann? Also ich kann dies definitiv nicht, ich habe auch gar keine Möglichkeit dies mit der Kamera irgendwie messen zu können. Daher waren mir in der Vergangenheit solche LED-Panels sympathisch in denen man einfach nur Filterscheiben eingeschoben hat, eine für Tageslicht und eine für Kunstlicht. Und wenn ich mal noch mehr warmes Licht brauchte, na dann nehme ich eben zwei Filterscheiben statt nur einer – fertig.

Das Netzteil

Ich muss auch mal ein kurzes Wort zum mitgelieferten Netzteil verlieren. Das LED-Panel hat eine Leistungsaufnahme von 30W und das Netzteil liefert 32W (W=A*V, folglich: 16V * 2A = 32W). In meiner persönlichen Auffassung etwas eng dimensioniert, denn dies setzt voraus, das die Elektronik zur Steuerung des LED-Panels lediglich 2W verbraucht. Folglich arbeitet das Netzteil bei Vollast immer am oberen Limit, was auf Dauer zu schneller Alterung der elektronioschen Komponenten führt.

Wer also das LED-Panel immer im 100% Betrieb benötigt, sollte ggf. das 2A Netzteil durch ein 2,5A Netzteil ersetzen, dies bedeutet mehr Langlebigkeit und bessere Schonung der elektronischen Komponenten.

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