Lastolite Ezybox Speed-Lite 2

Aus einer Laune heraus und auch ein bisschen durch das aktuelle Shooting bedingt, habe ich in meinem heimatlichen Fotogeschäft mal zur „Lastolite Ezybox Speed-Lite 2“ gegriffen.

Ich beobachte schon eine ganze Weile den berühmten Fotografen Joe McNally im Internet (https://www.youtube.com/user/joemcnallyphoto). Das fastzinierende an diesem Fotografen ist, das er ausschließlich mit Systemblitzen arbeitet. Aktuell nutzt er das Creative Lighting System welches von Nikon entwickelt wurde.

Durch die Arbeit dieses Mannes (der in seinen Videos teilweise mit 10-20 Systemblitzen gleichzeitig handtiert) habe ich mich dazu anstecken lassen meine Lichtsetzung vornehmlich auf die kleinen und leichten Systemblitze zu konzentrieren, denn seine vielen Videos zeigen eindrucksvoll, das man sich als Fotograf viel zu schnell vom Größenwahn der Hersteller anstecken lässt, um zu immer größeren und teureren Lichtformern zu greifen – hingegen werden die tollen Systemblitze von vielen Fotografen vollkommen aus den Augen verloren dabei leisten sie einen extrem guten Job – sie liefern Licht und das nicht zu knapp.

Ich stelle auch fest, das sich mein Blick im Internet nach Fotozubehör deutlich verändert hat, so finde ich jetzt Ausrüstung interessant die ich vorher nie beachtet hätte. Sicherlich hätte ich vor einem halben Jahr lieber zum 72cm Beautydish gegriffen oder dem neusten LED-Flächenpanel mit 3200 lm, jetzt spricht mich schon eher der Rouge 3 in 1 Wabenfilter für Systemblitze an.
Der Grund? Das Licht ist wesentlich interessanter! Es ist individueller. Fast schon wie eine persönliche Handschrift.

Rouge-3in1-Flashbender

Durch die Veränderung der Blickweise, verändert sich auch meine Arbeit und durch diese neue Richtung ändert sich auch der Stil meiner Bilder. Früher konnte ich mit dem großen Reflexschirm viele Fehler der Lichtsetzung leicht verbergen. Die Lichtsetzung mit den Systemblitzen muss hingegen viel genauer und überlegter passieren und genau diesen Aspekt der Fotografie liebe ich.

Aber auch Joe McNally nutzt hier und da einige Basic-Lichtformer die zu seinem Setup passen und genau so möchte ich es auch halten. Die Ezybox Speed-Lite 2. schien mir ideal in mein neues Licht-Konzept zu passen. Und wenn ich mir das Demo-Foto von Manfrotto ansehe (am Beginn des Beitrags), dann war ich mir sicher eine gute Wahl getroffen zu haben.

Ezybox-Speed-Light-2

Während ich diese Zeilen schreibe, muss ich auch an den verstobenen Fotokünstler der 40ger Jahre denken, George Hurrel, denn er liebte Schatten und Kontouren. Schaut man sich die Fotos von ihm an, so stellt man fest, das das Licht knallhart aus recht kleinen Spots kommt. Mit einer Softbox ala 1,20m x 1,20m hätte er nichts anfangen können und würde sie sicherlich verächtlich beiseite werfen.

Euer Ray Getty

 

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