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Canon vs Nikon

In Vorbereitung auf meine Norwegenreise und dem Zwang mich zu entscheiden ob ich eher das Canon-System oder das Nikon-System mitnehme, sind mir einige Dinge aufgefallen die ich schwergewichtig für meine Entscheidungsfindung heranziehen muss:

Pro Nikon-Objektive, Contra Canon-Objektive

Nun könnte ich an die Sache so herangehen und sagen, ich kaufe Canon-Objektive und betreibe sie an Canon und Nikon gleichermaßen, doch genau hier gibt es einen der größten Unterschiede.
Die Einstellung der Blende erfolg bei Nikon-Objektiven anhand eines kleinen Hebels der aus dem Bajonett-Anschluss heraus ragt.

Mechanischer Blendenhebel der Nikonobjektive kann über einen Mount-Adapter mit Blendenring eingestellt werden

Mechanischer Blendenhebel der Nikonobjektive kann über einen Mount-Adapter mit Blendenring eingestellt werden

Nikon-Objektive können daher mit einem Mount-Adapter mit Objektivring problemlos an Canon oder gar MFT weiter betrieben werden – dies geht mit Canon-Objektiven an Nikon-Kameras leider nicht, denn die Blende MUSS elektronisch von der Kamera an das Objektiv übermittelt werden. Allerdings relativiert sich dieses Problem, da die Canon-Objektive ohne Strom immer die offenste Blende einstellen, das Objektiv geht also immer auf statt zu. Damit scheidet die Devise: „ich kaufe nur Canon-Objektive und betreibe sie an Canon und Nikon“ aus!

Pro Nikon-RAW, Contra Canon-RAW

Ich bin ein sehr großer Fan der kamerainternen RAW-Verarbeitung von Nikon! Gerade wenn man tagelang in der Wildnis unterwegs ist, ein wenig Zeit hat, kann man in aller Ruhe die RAW-Fotos in JPG-Dateien innerhalb der Kamera bearbeiten und ausentwickeln, die Ergebnisse sind bereits out of the Box so hochwertig, das sie ohne weiteres veröffentlicht werden können.

Canon bietet leider keinerlei mobile RAW-Bearbeitung in der Kamera, es ist also zwingend ein PC nötig, um RAW-Dateien den letzten Schliff zu geben – und mal ganz ehrlich, wer hat in Norwegen beim fotografieren der Polarlichter gleich einen leistungsstarken PC dabei, wohl niemand.

Pro Nikon WB, Contra Canon WB

Als ich mir die Canon EOS 200D zugelegt habe, war ich eigentlich ganz begeistert von Canon. An der 200D fehlte mir lediglich die Möglichkeit einen händischen Kelvin-Wert vorzugeben. Ich hatte daher vor mich zur großen und neueren Canon EOS 77D hochzuarbeiten, doch die Verwunderung war groß, denn die Canon EOS 77D kann ebenfalls keinerlei Kelvin-Vorgaben einstellen – what the fuck Canon! Und dies ist gerade bei der Nachtfotografie extrem wichtig, denn bei extrem wenig Licht kann ich auch keinen manuellen Weißabgleich machen, da gebe ich einen numerischen Kelvin-Wert an der Kamera ein. Nikon kann das bereits in ihren Einsteigermodellen um die 300,- EUR.

Meine Vlog-Kamera Lumix G70M

Ich war wirklich lange auf der Suche nache einer Kamera für meinen Vlog. Auf den Vlog-Geschmack bin ich durch die Nikon A900 gekommen die ein wunderbares Klappdisplay im Selfie-Modus hat und Videos in 4K aufzeichnet. Allerdings habe ich bei dieser Kamera im laufe der Zeit immer mehr das externe Mikrofon vermißt.

So angespornt hatte ich die folgenden Kriterien an die neue Kamera:

  • Klappdisplay, zur Seite wäre ideal
  • Mikrofoneingang
  • gute Videoeigenschaften (Full-HD mind. 50fps)
  • Budged circa 800-900,- EUR (weniger wäre besser)

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