Das stört an der Canon EOS 200D

Kleinste DSLR

Ich habe die Canon EOS 200D schon einige Zeit im Einsatz. Ich habe sie auf Reisen als Fotokamera und zu Hause als Vlogging-Cam im Einsatz. An dieser tollen kompakten DSLR stören mich jedoch einige Dinge ganz massiv.

Die 200D vergisst

Einstellungen gehen verloren

Versteht mich nicht falsch, die 200D ist klasse, sie liefert excellentes Bild- und Videomaterial und ist genau so klein wie meine DSLM aber dem Rotstift sind viele Funktionen zugunsten des Preises zum Opfer gefallen. Die folgenden Punkte solltet Ihr daher abwägen sofern Euch der gute Preis überzeugt.

Belichtungsausgleich ist weg

Einstellungen wie die Exposurecompensation (Belichtungsausgleich) kann sich die Kamera einfach nicht bis zum nächsten Einschalten merken. Ich nehme meine Videos gerne mit einer Belichtungskorrektur von +1/3 auf, um ein freundlicheren Bildlook zu erhalten. Leider geht diese Information nach dem Ausschalten der Kamera vollständig verloren und ich muss dies immer wieder erneut einschalten – das nervt extrem.

Bracketing ist weg

Das gleiche Verhalten legt die Kamera an den Tag wenn ich ein Bracketing einstelle. Nach jedem erneutem Ausschalten muss ich das Blenden-Backeting erneut über das Menü auswählen und gerade in Situationen in denen es mal schnell gehen muss, ist diese Vergesslichkeit überaus schlecht – das Speichern der Einstellungen hätte doch nun wirklich kein Geld gekostet liebe Canon!

Keine Kelvin Angabe möglich

Auch etwas schade finde ich, das kein numerischer Weißabgleich vorgegeben werden kann, man kann also keinen Kelvin-Wert eingeben. Das ist voll blöd, gerade dann wenn die Kamera einen falschen Weißwert provoziert oder wenn man bewußt einen warmen Weißwert nutzen möchte. Gerade im Zusammenhang mit Studiobeleuchtung wäre die Eingabe eines K-Wertes ideal und man spart sich das absolut nervige abfotografieren der Grau-Karte.

ISO-Weite zu groß

Im Auto-ISO Modus kann die Kamera die Filmempfindlichkeit selbst nachjustieren, jedoch sind die ISO-Sprünge nicht 1/3-basiert, sondern um ganze ISO-Werte (z.B. von ISO 400 auf ISO 800). Sofern man nicht manuell belichtet, können die extrem großen ISO-Sprünge zu plötzlichen Lichtschwankungen im Bild führen – dies kann unangenehm bis nervig wirken.

Manueller Weißabgleich umständlich

Der manuelle Weißabgleich ist extrem umständlich. Man muss tatsächlich ein RAW-Foto von einer Grau/Weiß-Karte machen und dieses Foto aufwändig im Menü für den Weißabgleich einstellen – wie 1995 ist das denn? Panasonic macht dies besser. Kamera auf die Grau/Weiß-Karte halten, OK drücken fertig. Allerdings muss ich dieses Manko relativieren, denn alle Canon-Kameras sind in diesem Punkt Steinzeit.

Keine Wasserwaage

Das ist ein Punkt der mich wirklich ärgert, denn dies hätte kein Geld gekostet die Wasserwaage einzublenden, im Gegenteil, es ist teurer diese Funktion softwareseitig extra zu deaktivieren. In diesem Punkt muss ich mal wieder Panasonic lobend erwähnen, denn alle Kameras von Panasonic haben die identischen Funktionen, es gibt keine künstlichen Kastrationen, egal ob kompakte LX15 oder teure GH5, alles ist gleich.

Kein Peekmeter/Audio-Level

Ursächlich habe ich die 200D zum Filmen gekauft, ich nutze sie mit einem RODE Videomic Pro, dem RODE VideoMicro oder auch mal mit den internen Mikros wenn es mal schnell gehen muss. Im Kamera-Menü muss man jedoch zwingend das Mikrofon zuvor einpegeln, denn eine visuelle Audiokontrolle während der Aufnahme mit einem Level-Meter gibt es im Display nicht. Allerdings besitzt die ANDROID-App von Canon dann das Level-Meter und man kann die Aussteuerung dort gut kontrollieren. Zudem scheint es auch so, das MagicLantern für die 200D bald verfügbar sein wird und diese Zusatzsoftware bietet ein Level-Meter im Display an.

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