Wie Bilder wirken – Formen

Haus

Oft fragt man sich warum ein Bild besonders gut auf den Betrachter wirkt und ein anderes hingegen schlechter auf einen Betrachter wirkt.

In diesem Beitrag zeige ich Ihnen die einfachen und leicht verständlichen Regeln der Bildwirkung – die Bildsprache durch geometrische Formen.

Harmoniebedürfnis des Menschen

Seit je her hat der Mensch ein starkes Bedürfnis nach Einklang und Harmonie, dieser Wunsch drückt sich beispielsweise in Beziehungen aus die wir pflegen oder sogar in unserer Wohnungseinrichtung. Unser Blick und unser Empfinden hat sich im laufe der menschlichen Evolution ein festes Schema für Dinge die wir mit positiven Gedanken verbinden und natürlich haben wir uns auch einen Betrachtungswinkel für negativ behaftete Eindrücke erarbeitet.

Alles was der Mensch mit seinem Auge sieht, versucht er mit positiven oder negativen Gefühlen zu verknüpfen, um eine lebenswichtige Bewertung durchzuführen, wobei die Lebenswichtigkeit in unserer modernen Zeit, im Vergleich zur Urzeit, drastisch abgenommen hat, denn echte lebensbedrohliche Situationen gibt es weniger aber die Gefühle sind dennoch geblieben.

Formen der Gefühle

Das menschliche Auge und das Gehirn kann einfache geometrische Formen am schnellsten verarbeiten und bewerten. Über einfache Formen entscheiden wir ob sich ein Wohlempfinden einstellt oder ob das gesehene unangenehm ist oder sogar eine Bedrohung darstellt. Dazu ein Beispiel:

Treppenhaus
Formen: Treppenhaus mit Rundungen erzeugt Ruhe bei der Betrachtung

Sicherlich stimmen Sie mir zu wenn ich behaupte, das das obere Bild angenehm wirkt. Die meisten menschen empfinden es allgemein hin als rund, weich, angenehm und harmonisch, vielleicht sogar auch als langweilig.

Haus
Formen: Haus mit Spitze erzeugt Aufregung beim Betrachter

Und sicherlich stimmen Sie mir ebenfalls zu, wenn ich behaupte das obere Bild als unangenehm zu empfinden, denn es ist spitz, kantig und zeigt zudem noch mit der Spitze direkt auf den Betrachter. So etwas mögen viele Menschen gar nicht bzw. sie finden es unruhig, aufregend, aufwühlend vielleicht auch ein Stück weit spannend und interessant.

Fazit | Das erkennen und bewerten von positiven oder negativen Formen war für die frühen Menschen absolut lebenswichtig. In unserer heutigen Zeit ist diese Bewertung eher einem künstlerischem Empfinden gewichen und wir bewerten Bilder und gesehenes als „schön“ oder als „unschön“. Runde und weiche Formen erzeugen daher bei uns ein angenehmes positives Gefühl, während Ecken, Kanten oder sogar Spitzen sehr unangenehm empfunden werden oder sogar Spannung in uns wecken können. Formen sind also wichtig, um fest verankerte Gefühle beim Betrachter auszulösen.

Fotos: Das Bildmaterial stammt aus dem unerschöpflichen Vorrat der kostenlosen Plattform Pixabay.com

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